Dipl.-Psych. Victoria Noever Praxis für Kognitive Verhaltenstherapie
Dipl.-Psych. Victoria NoeverPraxis für Kognitive Verhaltenstherapie

Wann kann keine ambulante Therapie stattfinden?

Es gibt leider einige Voraussetzungen, unter denen eine ambulante Psychotherapie rechtlich ausgeschlossen oder aus lebenspraktischen Erwägungen nicht sinnvoll ist. Im Folgenden möchte ich kurz schildern, unter welchen Umständen ich keine ambulante Therapie anbieten kann und was meine Beweggründe für diese Regelungen sind.

 

 

Fehlende Abstinenz bei Suchterkrankungen

Eine langfristige ambulante Psychotherapie bei Suchterkrankungen darf nur unter der Voraussetzung bestehender Abstinenz stattfinden. Die ambulante Psychotherapie hat hier nicht die Aufgabe des Entzugs und der Entwöhnung. Diese Behandlungsschritte erfolgen, vor allem bei einem massiven Suchtmittelkonsum, stationär unter ärztlicher Aufsicht. Die ambulante Psychotherapie soll den Patienten darin unterstützen, die Abstinenz aufrechtzuerhalten und Hintergrundprobleme zu bearbeiten, in denen die Sucht ihren Ursprung hat.

 

 

Essstörungen bei vitaler Gefährdung

Im Rahmen einer Essstörung kann es aufgrund einer langfristigen Mangelernährung zu lebensbedrohlichen körperlichen Zuständen kommen. Unter diesen Umständen muss zunächst eine spezielle Behandlung im stationären oder teilstationären Setting stattfinden, die für eine nötige Grundstabilität sorgt. Eine Behandlung der Essstörung kann ich demnach in meiner Praxis nur bei gewissen Voraussetzungen anbieten. Dazu gehören folgende Aspekte: ein BMI > 16 und eine bestehende Grundstruktur in der Nahrungsauffnahme (regelmäßig drei Mahlzeiten täglich). Ähnlich wie bei der Behandlung von Suchterkrankungen sehe ich die Aufgabe der ambulanten Psychotherapie eher in der Unterstützung bei der Aufrechterhaltung einer geregelten Nahrungsaufnahme und bei der Bewältigung von Hintergrundproblemen, in denen die Essstörung ihren Ursprung hat. 

 

Akute Psychosen

Sollten Sie an einer Krankheit aus dem Kreis der schizophrenen Erkrankungen (z. B. Schizophrenie, Schizoaffektive Störung) leiden, ist im Falle einer aktuen psychotischen Episode eine ambulante Behandlung nicht ausreichend und überfordernd. Es sollte zunächst eine vollstationäre psychiatrische Behandlung stattfinden und die akute psychotische Episode beendet sein, bevor eine ambulante Therapie aufgenommen bzw. fortgesetzt werden kann.

 

 

Akute Suizidalität

Sollten Sie mit konkreten Gedanken beschäftigt sein, sich das Leben zu nehmen (z. B. konkrete Pläne oder Vorbereitung eines Suizids), bietet eine ambulante Psychotherapie keine ausreichende Unterstützung. Sie sollten sich in diesem Fall in eine vollstätionäre psychiatrische Behandlung in einer Klinik begeben. Wurde in diesem Rahmen wieder ausreichend Stabilität geschaffen, kann eine ambulante Psychotherapie aufgenommen bzw. fortgesetzt werden.

 

 

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